Workcamp 2005:

Erste spektakuläre Funde auf Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers in Esterwegen

Die Reste eines hölzernen Zaunpfostens des Konzentrationslagers Esterwegen präsentierte der Archäologe Falk Näth (linkes Foto, rechts) gestern auf dem Grabungsgelände. Seit vergangenen Freitag findet hier das sechste Workcamp statt (wir berichteten); seit Anfang der Woche arbeiten die Jugendlichen aus dem Emsland, der Region Osnabrück sowie dem Berliner Umland auf dem historischen Lagergelände. Zuvor hatte sich die Gruppe bereits über die 15 Emslandlager informiert sowie die jüngst neu gestaltete Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme besucht.

Die Arbeiten auf dem Gelände werden zunächst am Donnerstag abgeschlossen, am Freitag werden im Rahmen eines ersten Internationalen Workcamps Jugendliche aus Moldawien, Polen, Weißrussland und Deutschland erwartet – der Landkreis Emsland kooperiert hier mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. In den kommenden Jahren plant der Landkreis, in Esterwegen die zentrale Gedenkstätte für die 15 Emslandlager einzurichten.

Ein erstes Gestaltungskonzept ist dem Kreis-Kulturausschuss und Interessierten auf einer Bürgerversammlung bereits vorgestellt worden.

Fotos: van Bevern

Nächste Öffentliche Führung:

Von Februar bis Dezember an jedem 1. Sonntag im Monat um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr.
Eine Anmeldung für Einzelbesucher ist nicht erforderlich.