Kriegsgräberstätte Wesuwe
Der Lagerfriedhof Wesuwe – die heutige Kriegsgräberstätte Wesuwe - wurde im Herbst 1941 auf dem Gelände eines ehemaligen Reichsarbeitsdienstlagers angelegt. Laut der Gräberlisten aus den 1950er Jahren ruhen auf der Kriegsgräberstätte 98 namentlich bekannte sowjetische Kriegsgefangene in Einzelgräbern sowie 2.000 bis 4.000 sowjetische Kriegsgefangene in drei Massengräbern.
Nur 332 sind bisher namentlich bekannt. Laut Zählungen des italienischen Gräberdienstes sollen auch 17 italienische Militärinternierte auf dem Lagerfriedhof Wesuwe bestattet worden sein. Nach aktuellem Forschungsstand ist von einer Mindestbelegung des Lagerfriedhofes, der etwa 1 km vom Lager entfernt lag, mit 695 sowjetischen Kriegsgefangenen auszugehen. Die erste dokumentarisch gesicherte Bestattung fand am 16. September 1941 statt.
Die auf den Kriegsgräberstätten bestatteten Opfer der nationalsozialistischen Diktatur haben durch das „Gesetz über die Erhaltung der Gräber und Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ ewiges Ruherecht. Die derzeitige Gestaltung der Friedhöfe wurde maßgeblich zwischen 1951 und 1974 umgesetzt. Die künstlerische Memorialgestaltung in Form von Denkmälern und Stelen ziert den Friedhof, ohne dass sie konkrete Grablagen widerspiegelt.
Kurzführungen:
Jeden 1. Sonntag im Monat, jeweils um 11 Uhr und 15 Uhr.






