Gedenkstätte Esterwegen

Bildungsangebote

Die Gedenkstätte Esterwegen mit ihrem Besucherzentrum bietet sich als historischer Lernort an. Verfolgung, Ausgrenzung, Inhaftierung, Leiden und Sterben in Lagern gab es in der NS-Zeit nicht nur „weit weg“, sondern auch im Nordwesten Deutschlands, nahe der Grenze zu den Niederlanden.

Diejenigen, die in den Emslandlagern litten, hier starben oder ihre Befreiung erlebten, in andere Haftstätten oder zurück an die Front verlegt wurden, kamen aus vielen Ländern Europas. Und viele gehörten jahrzehntelang „vergessenen“ Opfergruppen an.

Nicht bloß Verfolgung und Terror, auch Politik, Wirtschaft und Ideologie des Nationalsozialismus, vielfältig sich ergänzende und widersprechende Verknüpfungen zwischen NS-Führungsinstanzen und staatlichen, regionalen oder lokalen Behörden, Akzeptanz und Widerstand der Bevölkerung und nicht zuletzt Unterjochung und Widerstand der Völker Europas lassen sich am Beispiel der Emslandlager eindringlich demonstrieren und exemplarisch erarbeiten.

Zum festen Bildungsangebot gehören Führungen, Studientage, Vorträge und Seminare. Projekttage, Lehrerfortbildungen, Jugendworkcamps und Exkursionen können in Zusammenarbeit mit Schulen und mit Trägern der Jugend- und Erwachsenbildung entwickelt und angeboten werden. Im Zentrum der Ausstellungen und der Bildungsarbeit stehen dabei die Zeugnisse von ehemaligen KZ-Häftlingen, Strafgefangenen und Kriegsgefangenen.

Nächste Öffentliche Führung:

Von Februar bis Dezember an jedem 1. Sonntag im Monat um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr.
Eine Anmeldung für Einzelbesucher ist nicht erforderlich.