Begräbnisstätte
Esterwegen / Friedhof Bockhorst


53.013961, 7.570822

BEGRÄBNISSTÄTTE ESTERWEGEN / FRIEDHOF BOCKHORST

Der heute als Begräbnisstätte Esterwegen benannte Friedhof wurde mehrfach umbezeichnet. Auf der ursprünglich als „Lagerfriedhof Börgermoor“ oder von den Wachleuten und den Gefangenen auch als „Teufelsberg“ bezeichneten Gräberanlage wurden die Toten der Konzentrationslager Börgermoor, Esterwegen und Neusustrum sowie bis 1945 aller Strafgefangenenlager im Emsland in Einzelgräbern beerdigt. Außerdem ruhen hier mindestens zwei sowjetische Kriegsgefangene, die im Arbeitskommando Klostermoor verstorben waren.

Seit kurz nach Kriegsende gilt die Gräberliste als verschollen, so dass die Gräber namenlos sind. Da Sterbefälle u.a. in den Lagern und bei den Standesämtern registriert worden waren, lassen sich jedoch viele Namen der hier Bestatteten feststellen.

In den 1950er Jahren fanden Exhumierungen der KZ-Toten, die auf den Friedhof beim Lager Versen umgebettet wurden, und der „Nacht und Nebel“- Gefangenen, die in ihre Heimatländer überführt wurden, statt.

Die ursprünglich auf den Einzelgräbern aufgestellten Holz- und später Steinkreuze wurden bei der Neugestaltung des Friedhofs 1972/73 nicht mehr verwendet. In der Friedhofsmitte errichtete das Land Niedersachsen 1981 eine offene Gedenkhalle mit den Namen der 15 Emslandlager und einer Informationstafel.

1985 weihte die Fédération des Victimes du Nazisme, Enrôlées de force Luxembourg im Eingangsbereich des Friedhofs einen Gedenkstein mit einer Tafel zur Erinnerung an die in den Emslandlagern inhaftierten luxemburgischen Zwangsrekrutierten ein.

Nächste Öffentliche Führung:

Von Februar bis Dezember an jedem 1. Sonntag im Monat um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr.
Eine Anmeldung für Einzelbesucher ist nicht erforderlich.