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Archiv

Das Archiv der Gedenkstätte Esterwegen sammelt Unterlagen, Fotos, AV-Medien und Objekte zur Geschichte der 15 Emslandlager. Dies schließt auch die Nachgeschichte der Lager ebenso wie die Entwicklung der Gedenkstätte mit ein.

Die 15 Emslandlager hatten zwischen 1933 und 1945 verschiedene Funktionen als Konzentrations-, Strafgefangenen- und Kriegsgefangenenlager. Dementsprechend gab es höchst unterschiedliche Verantwortlichkeiten innerhalb des NS-Systems und die verschiedensten Institutionen, die Unterlagen erstellt haben. Sofern es noch überlieferte Originaldokumente gibt, befinden sich diese folglich in diversen Archiven, nicht zuletzt im niedersächsischen Landesarchiv.

Die Gedenkstätte Esterwegen wurde im Jahr 2011 eröffnet. Daher umfasst das Archiv eine vergleichsweise neu erstellte Sammlung, die vor allem auch Reproduktionen von Dokumenten aus anderen Archiven enthält. Originaldokumente aus der NS-Zeit sind begrenzt vorhanden. Das Archiv bietet darüber hinaus Zugang zu einem Bestand an Nachlässen von Forschern und Journalisten, die sich mit der Geschichte der Emslandlagerlager befasst haben. Zu ihnen zählen etwa Hermann Vinke und Gerhard Kromschröder. Einzelne Erinnerungsberichte und Interviews sind überliefert, überwiegend in Form von frühen Zeugnissen Überlebender. Eine Gefangenen- und Häftlingsdatenbank ebenso wie ein Fotoarchiv befinden sich im Aufbau. Die vorhandenen Archivalien werden sukzessive digitalisiert.

Die wichtigsten Bestände sind:

  • Schriftgut zu den Emslandlagern und zur Gedenkstättenarbeit
  • Nachlässe und personenbezogene Sammlungen
  • Fotos, Plakate, Postkarten
  • AV-Materialien
  • Karten und Pläne
  • Objekte und Zeichnungen
  • Gedenkbücher
  • Sammlung von Zeitungsausschnitten
Nutzung des Archivs

Das Archiv kann von allen Interessierten genutzt werden. Es werden Auskünfte über Personen, die in den Emslandlagern inhaftiert oder im Wachbereich tätig waren wie auch sachbezogene Auskünfte erteilt. Für Auskünfte zu Einzelschicksalen können Familienangehörige und andere Interessierte eine formlose Anfrage über das Kontaktformular senden, wobei möglichst präzise Angaben zum Namen, dem Geburtsort und das Geburtsdatum sowie die mögliche Haftzeit und den Ort die Recherche deutlich erleichtern. Forscher, die eine umfangreiche Themenrecherche planen, werden gebeten eine Archivanfrage zu stellen und das ausgefüllte Formular an die unten angegebene Email zu senden. Falls ein Besuch geplant ist, wird um eine vorherige Anmeldung gebeten. Die Dokumente sind im Lesesaal in einer Archivdatenbank recherchierbar. Einen Überblick über die Bestandsverwaltung ermöglicht ein Findbuch. Für die Nutzung des Archivs gilt eine Benutzungsordnung mit den üblichen Rechtsvorschriften bezüglich Datenschutz und Urheberrecht. 

Bestellte Archivalien werden bereitgelegt. Reproanträge können im Lesesaal nicht angenommen werden. Die Anfertigung von Selbstaufnahmen zum ausschließlichen Arbeitsgebrauch ist möglich. Bitte beachten sie die Zitierweise für Bestände des Archivs laut Benutzungsordnung.

Öffnungszeiten und Kontakt:

Dienstag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Von 15.12. bis 15.01. geschlossen
Tel. +49 (0)5955 98 89 50
archiv(at)gedenkstaette-esterwegen.de

Kurzführungen - in deutsch und auch in niederländischer Sprache

Jeden 1. Sonntag im Monat, jeweils um 11 Uhr und 15 Uhr.

Zusätzlich bieten wir in der Ferienzeit folgende Termine an:

Mittwoch, 10. Juli um 15 Uhr
Mittwoch, 17. Juli um 15 Uhr
Mittwoch, 24. Juli um 15 Uhr
Mittwoch, 31. Juli um 15 Uhr
Mittwoch, 7. August um 15 Uhr
Mittwoch, 14. August um 15 Uhr
Mittwoch, 21. August um 15 Uhr