Geschichte

Gedenkbuch

Gedenkbuch für die Toten der emsländischen Konzentrations- und Strafgefangenenlager

Von den bis zu 7.000 KZ-Häftlingen, die zwischen Juni 1933 und August/September 1936 in den KZs im Emsland inhaftiert waren, starben nach derzeitigem For­schungsstand mindestens 52 Häftlinge, unter ihnen auch neun jüdische Häftlinge.

Eine Auswertung der Standesamtsregister und weiterer Dokumente er­gab eine Zahl von mehr als 1.750 verstorbenen Strafgefangenen in den Jahren 1934-1945 in den Lagern im Emsland; darunter befinden sich u.a. 111 polnische Strafgefangene, 73 »Nacht-und-Nebel«-Gefangene (»NN«-Gefangene) aus Belgien und Frankreich sowie 33 jüdische Strafgefangene.

Hier finden Sie das digitale Gedenkbuch der bislang nachgewiesenen Todesopfer der emsländischen Konzentrations- und Strafgefangenenlager.

Das Gedenkbuch bietet - sofern bekannt - folgende Angaben zu den Todesopfern:

 Familienname, Vorname und ggf. Geburtsname

 Geburtsdatum und Geburtsort

 Religion

 Beruf, ggf. Angaben zum Familienstand

 Sterbedatum und Sterbeort

 Bemerkungen zum letzten bekannten Wohnort, zu Todesursache und biografischen Details

 Unter „Sonstige“ die römische Bezeichnung des entsprechenden Emslandlagers (I bis VII)

 Unter „lfd. Nr.“ die ehemalige Grabnummer auf der Begräbnisstätte Esterwegen

 Hinweise auf weiterführende Quellen und Literatur

Das vorliegende Gedenkbuch befindet sich noch im Aufbau. Die Gedenkstätte Esterwegen ist sehr interessiert an Hinweisen auf neue Quellen sowie Korrekturmeldungen und Ergänzungen. Gerne können Sie uns eine eMail an info@gedenkstaette-esterwegen.de senden.

Auch wenn Sie Ihrerseits Fragen zum Gedenkbuch haben oder Auskunft über das Schicksal eines Angehörigen haben möchten, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

 

Quellenverzeichnis

Kreisarchiv Emsland, Meppen: Sterberegistereinträge der Standesämter in Aschendorf, Börger, Esterwegen, Papenburg, Rhede,  Sögel, Steinbild, Surwold

• Archiv der Gedenkstätte Esterwegen / Archiv des Aktionskomitee Dokumentations- u. Informationszentrum DIZ Emslandlager e.V., Papenburg, unter dem Dach der Gedenkstätte Esterwegen

Archiv des International Tracing Service (IST), Arolsen

Stadtarchiv Lingen

OBD Memorial

• Dirk Lüerßen: Wir sind die Moorsoldaten. Die Insassen der frühen Konzentrationslager im Emsland 1933 bis 1936 – Biographische Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen kategorialer Zuordnung der Verhafteten, deren jeweiligen Verhaltensformen im Lager und den Auswirkungen der Haft auf die weitere Lebensgeschichte. Dissertation, Universität Osnabrück 2001

• Frank Bührmann-Peters: Ziviler Strafvollzug für die Wehrmacht. Militärgerichtlich Verurteilte in den Emslandlagern 1939-1945. Dissertation, Universität Osnabrück 2002

• Bernd Faulenbach, Andrea Kaltofen (Hrsg.): 'Hölle im Moor'. Die Emslandlager 1933–1945. Wallstein, Göttingen 2017

 

Dank

Die Erstellung des Gedenkbuches wurde durch folgende Institutionen gefördert und unterstützt:

Rotary Club Brake - Unterweser | District 1850

Rotary Club Groningen (Niederlande)

Nächste Öffentliche Führung: Sonntag, 8. April 2018

Von Februar bis Dezember an jedem 1. Sonntag im Monat um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr.
Eine Anmeldung für Einzelbesucher ist nicht erforderlich.